Mülheim an der Ruhr ist eine Großstadt mit über 167000 Einwohnern im Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen. Sie hat eine Ausdehnung von etwa 90 Quadratkilometern und liegt beiderseitig am Fluss. Sie umfasst an die 50% Grünfläche und hat sich von der Zechenstadt zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort mit vielfältigen Branchen gewandelt.

Wegen der Ballungsdichte in diesem Gebiet ist es nicht verwunderlich, dass Mülheim an der Ruhr dicht an andere Großstädte angrenzt, beispielsweise an Essen.

Erste Erwähnung fand der Ort bereits Anfang des 11. Jahrhunderts, der Name des Fleckens entwickelte sich möglicherweise daraus, dass es eventuell eine große Anzahl Mühlen gab. Im Mittelalter wurde ein Zisterzienserinnenkloster gegründet, das später viele Zuwendungen erhielt.

Im zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts wurde die Schifffahrtsstraße Ruhr ausgebaut und damit begann die Industrialisierung des Ortes, denn ein bequemer Wirtschaftsweg war nun nutzbar geworden.

Neben dem Wirtschaftsfaktor Kohle, die über Schleppkähne transportiert wurde, entstand als weiterer Industriezweig die Textilindustrie. Später kam noch die Eisenverarbeitung hinzu. Die Firma Thyssen siedelte sich ebenfalls dort an. Der Ort wuchs rasch und so wurde es erforderlich, dass die Verwaltung oftmals reformiert werden musste.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hielt dann auch die elektrische Straßenbahn Einzug in Mülheim an der Ruhr, die die Pferdebahn ablöste.

Die Einwohnerzahl von Mülheim an der Ruhr wuchs mit der Industrialisierung ständig, hinzu kamen große Eingemeindungen, die die Zahl der Bürger zum Teil drastisch erhöhten. Innerhalb von 100 Jahren wuchs der Ort so zu einer Großstadt heran.

Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges war auch Mülheim an der Ruhr Ziel von Bombenangriffen durch die Alliierten, denn die Industriestadt war natürlich auch Lieferant für die deutsche Kriegsmacht. Vornehmliche Ziele der Bombardierung waren dann auch die Innenstadt sowie die Bahnlinie und der Hafen.

Nach dem Krieg wurde Mülheim an der Ruhr von den Briten besetzt. Der Wiederaufbau verlief schleppend. Zunächst wurden jedoch erst einmal die Anlagen in der Stahl- und Eisenindustrie demontiert. Doch schon wenige Jahre später etablierten sich neue Unternehmen, zum Beispiel ein großes Röhrenwerk.

Ab Mitte der 1960er Jahre fand in der Stadt ein einschneidender Strukturwandel statt. Eisenverarbeitung gab es bald nicht mehr. Die Krise in der Kohleindustrie trug ein Übriges dazu bei und bereits 1966 wurde in Mülheim kein Gramm Kohle mehr gefördert.

Auch die wirtschaftlichen Faktoren beziehen Sachverständige in ihre Wertermittlungen und Gutachten ein, wenn sie eine Immobilienbewertung abgeben und schauen sich in ihren Sachverständigenbüros schauen alle Umstände ganz genau an.

Der Abzug des britischen Militärs und andere Umstände veranlassten und veranlassen immer wieder neue Anpassungen an die Gegebenheiten, wobei Mülheim an der Ruhr immer neue Wege findet, erfolgreich zu bestehen.

Kulturell bietet Mülheim schon wegen der Nähe anderer gut bestückter Großstädte eher den kleinen aber feineren Rahmen im Programm. Bekannte Künstler wie beispielsweise Helge Schneider stammen von hier.

Etliche Museen locken Besucher in ihre Ausstellungen, sei es mit Kunst, Geschichte oder anderen interessanten Themen. Sehenswert sind auf jeden Fall auch Schloss Broich sowie das Kloster Saarn.

Verkehrstechnisch ist Mülheim an der Ruhr sowohl per Kraftfahrzeug als auch über die Schiene, den Luft- oder Wasserweg gut zu erreichen.